Meine Forschung beschäftigt sich mit der frühen post-glazialen Archäologie im (vor-)alpinen Zentraleuropa und den Entwickelungen die auch als «Neolithisierung» zusammengefasst werden können. Ich werde eine «pragmatische» Gebrauchsspuren-Analyse von lithischem Material, mit einer evolutionären Betrachtung der «chaîne opératoire» kombinieren. Ich hoffe so zwei Ziele zu erreichen. Erstens möchte ich mit der Gebrauchsspuren–Analyse die anderorts postulierte vor-neolithische Landwirtschaft in Zentral Europa erforschen. Die Gebrauchsspuren-Analyse der Silexartefakte vom Fundort Arconciel/La Souche, Kt. Fribourg, CH, und weiteren Fundorten werden also im Zentrum meiner Forschung stehen. Arconciel/la Souche wurde 1998 entdeckt und wird seitdem von M. Mauvilly und seinem Team ausgegraben. Die Fundstelle weist mehrere Benutzungsphasen aus, die zwischen 6780 calBC & 5640 calBC datieren - also ins späte und terminale Mesolithikum gehören.
Zweitens werden diese kombinierten Methoden neue Einblicke erlauben in die Art und Weise in der sich soziale, wirtschaftliche und kognitive Änderungen im Boreal und Frühatlantikum zeigen. Diese Entwicklungen sollten sich in den lithischen Technologien und in der sozialen und natürlichen Umwelt niederschlagen und können so erforscht werden.
Weitere Forschungsinteressen u. a.:
• Spätglaziale und frühe postglaziale Archäologie Europas und des Nahen Ostens
• Theoretische Archäologie, u. a. evolutions-theoretische Ansätze in der Archäologie
• «Neolithisierung»
• Evolution der menschlichen Kognition